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Erster Europastammtisch 2020

Erstaunlicher Weise ging es beim ersten Stammtisch des neuen Jahres nicht um den Brexit oder das neue Verhältnis des Vereinten Königreiches zur Europäischen Union, sondern hauptsächlich um die bevorstehenden und neue, von den Mitgliedern gewünschten Fahrten der EUROPA-UNION Heilbronn.

Der Heilbronner Kreisvorsitzende Heinrich Kümmerle versprach, dass man die beiden Informationsstandtage bei der kommenden Reisemesse am 1. und 2. Februar 2020 auch dazu nutzen wird, um die eingegangenen Vorschläge weiter zu präzisieren und vielleicht auch schon erste Zeiträume für neue Fahrten festzulegen. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Vassilios Vadokas regte dabei an, die nächste Brüsselfahrt der EUROPA-UNION Heilbronn auf Anfang August zu legen. Jetzt besteht für interessierte Europäische Föderalisten bei der Reisemesse eine gute Gelegenheit, um die eigenen Ideen mit einzubringen, oder aber auch, um gleich vor Ort eine Fahrt zu buchen – an Möglichkeiten sollte es dort nicht mangeln.

Da die EUROPA-UNION Heilbronn dieses Jahr auch den europäischen Fern- und Nahverkehr weiter betrachten wird, konnte den Pragfahrern schon weitere Details zu den Zugverbindungen Heilbronn – Prag mitgeteilt werden. Dies führte dann zu weiteren Diskussionen über den Nahverkehr im Stadt- und Landkreis Heilbronn, sowie zu dem bekannt schlechten Ausbaustand der Frankenbahn, welcher durch eine, von der Landesregierung klamm heimlich vorbereiteten, Kappung der weiteren Südanbindung Heilbronns, eher weiter verschlechtert als verbessert wird.

Die Zugverbindung zwischen Würzburg, Heilbronn, Stuttgart, Singen und weiter bis Zürich war einst eine wichtige europäische Magistrale, auf der Züge zwischen Berlin und Italien verkehrten und damit Heilbronn zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt machten. Wohl um Immobilienspekulanten rund um Stuttgart zu bedienen, verzichtet die Landesregierung offensichtlich endgültig auf diese nicht nur für die gesamte Region, sondern auch für Deutschland und Europa wichtige Magistrale. Damit sind alle politischen Bekundungen zu einer Stärkung der Frankenbahn nur Makulatur und eine bewusste Täuschung der Bürger.

Da die Mitglieder im letzten Jahr bereits den Zustand der Westanbindung Heilbronns bis nach Straßburg näher betrachtet haben, wird nun versucht die alte Strecke bis hin nach Prag kennenzulernen; aber auch hier wurde die Region Heilbronn-Franken aus dem europäischen Schienenverkehrsnetz herausgenommen.

Zum Schluss blieb die Frage offen, ob und wie sich Heilbronn wieder an das europäische Schienennetz anbinden könnte, denn damit steht und fällt auch Heilbronns Anspruch, eine Großstadt zu sein, so Kümmerle in seinem abschließenden Kommentar.

Von Heinrich Kümmerle

Kreisvorsitzender der EUROPA-UNION Heilbronn

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