Seit dem 1. Januar 2017 hat die Republik Malta die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union übernommen. Malta ist nun bis zum 30. Juni 2017 der letzte Mitgliedstaat in der Trio-Ratspräsidentschaft nach der Slowakei und den Niederlanden. Aus dem Arbeitsprogramm geht hervor, dass sich der maltesische Ratsvorsitz insbesondere auf sechs Schwerpunktbereiche konzentrieren wird.
 
 
 
Im Bereich der Justiz und des Inneren werden die Themen Migration und Sicherheit in den Vordergrund gestellt. Hierzu gehören u.a. die Stärkung eines gemeinsamen europäischen Asylsystems, die Überarbeitung der Dublin-Verordnung, die weitere Arbeit an der Einführung der Europäischen Staatsanwaltschaft und die Fortführung von laufenden Initiativen zum besseren Schutz der Unionsaußengrenzen wie z.B. dem EU-Reiseinformations- und Genehmigungsprogramm. Auch soll die Zusammenarbeit der Europäischen Union  insbesondere mit ihren südlichen Nachbarstaaten weiter vertieft werden, um dort für politische Stabilität zu sorgen. In der Binnenmarktpolitik möchte die Republik Malta die Verordnung zur Bekämpfung von Geoblocking voranbringen, die Roaming-Gebühren abschaffen und die kleinen und mittleren Unternehmen stärken. Außerdem will Malta in der Sozialpolitik die Geschlechtergleichstellung fördern. 

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