Inzwischen zum dritten Mal begaben sich Mitglieder der Europa-Union Heilbronn und ihre Gäste auf die Spuren Heinrich Schickardts und besichtigten mit Riquewihr (Reichenweiher) und Oppenau zwei weitere Städte der "Europäischen Kulturstraße Heinrich Schickardt". Die Heilbronner Europäischen Föderalisten wurde dabei erstmals auch von Mitgliedern des Vereins Kulturstraße des Europarates Heinrich Schickhardt e.V. unterstützt, so dass dieser Fahrtteil wirklich ein deutsch-französisches Projekt wurde.

 

So ließ es sich Frau Denise Rietsch, die Präsidentin des Vereins Kulturstraße des Europarates Heinrich Schickhardt e.V., nicht nehmen und stieß in Ostheim zur Reisegruppe hinzu. In Ostheim aßen alle Teilnehmer gemeinsam zu Mittag, nachdem Sie bereits eine sehr ausfürliche und kurzweilige Stadtführung durch Riquewihr erleben durften. Herr André Hugel, Gründer des Geschichtsvereins von Riquewihr und Vorstandsmitglied des Kulturstraßenvereins brillierte als Stadtführer und stellte damit sicher, dass ein Großteil der Teilnehmer erneut nach Reichenweiher kommen wird. Nach der Mittagspause gelang es dem gebürtigen Heilbronner und Stadtführer von Oppenau, Herrn Wolfram Brümmer, bei den Teilnehmern noch bestehende Wissenslücken im Leben von Heinrich Schickardt zu schließen und motivierte einzelne Teilnehmer dazu, um zuhause auch nach Spuren von Heinrich Schickardt zu suchen.

Der dritte Teil unserer Fahrt auf den Spuren von Heinrich Schickardt war wie zu erwarten erneut ein voller Erfolg und die Reiseteilnehmer sind schon jetzt gespannt darauf, in welche Städte die vierte Kulturfahrt führen wird. Für den Heilbronner Kreisvorsitzenden, Heinrich Kümmerle, war es darüber hinaus auch wichtig, dass die Heilbronner Europäischen Föderalisten noch vor der französischen Präsidentenwahl mit ihren französischen Mitbürgern vor Ort ins Gespräch gekommen sind. Damit zeigte die Europa-Union Heilbronn nicht nur am Bus, welcher deutsch-französisch beflaggt war, sondern auch im Elsaß für ein gemeinsames Europa und die deutsch-französische Freundschaft Flagge.

 

Hintergrund

Das Programm der "Europäischen Kuturstraßen" ist ein Instrument des Europarates, um das gemeinsame Kulturerbe Europas, das aus der Vielfältigkeit der europäischen Gesellschaften kommt, aufzuwerten. Jede Straße beruht auf ein Thema, das symbolisch für europäische Werte steht. Die Kulturstraßen durchlaufen mehrere Länder.

1984 hat der Europarat das Programm der "Europäischen Kulturstraßen" ins Leben gerufen. Dieses Programm stützt sich auf die Idee, dass die Besichtigung einer Kulturstraße Erfahrungen einer europäischen und multikulturellen Identität ermöglichen sollen. Mit dem "Jakobsweg" wurde 1985 die erste Kulturstraße umgesetzt. Nach dieser Kulturstraße haben sich weitere Projekte entwickelt - zurzeit zählt der Europarat 23 vorgetragene Themen.

1991 wurde das Thema Heinrich Schickhardt von den Städten Esslingen, Freudenstadt, Göppingen, Herrenberg, Leonberg, Montbéliard, Riquewihr, Stuttgart, Tübingen und Horbourg-Wihr dem Europarat vorgetragen und von diesem 1992 als "Europäische Kulturstraße" anerkannt. Am 16. Juni 2004 wurde sie zur "Kulturstraße des Europarates" erhoben und erhielt dadurch eine bedeutende Aufwertung.

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