Mitglieder der Europa-Union Heilbronn und interessierte Mitbürger informierten sich in Luxemburg über die aktuellen Geschehnisse am Gerichtshof der Europäischen Union (EUGH) in Luxemburg. Hier stand ihnen François Biltgen, einer der 28 Richter des EUGH Rede und Antwort, insbesondere in Bezug auf die jüngsten Entwicklungen in Polen, Ungarn und Spanien. Auch nutzte die Reisegruppe die Chance, um in der Chambre des Députés, dem Luxemburger Parlament, über die Herausforderungen, Sinn und Zweck von Nationalstaaten in der heutigen Welt zu diskutieren. Dritter und letzter Themenblock war das Schengener Abkommen, seine Geschichte und stark gefährdete Zukunft.

 

Europa befindet sich am Scheideweg; einerseits einem möglichen Rückfall in ein völlig veraltetes Nationalstaatskonzept, Totalitarismus und Unterdrückung oder aber andererseits einer Vervollkommnung der europäischen Idee und einer folgerichtigen und längst überfälligen Ausgestaltung eines Europäischen Bundesstaates. Dies war das Fazit der zweitägigen Bildungs- und Informationsfahrt nach Schengen und Luxemburg. Ein anspruchsvolles Rahmenprogramm rundete die Fahrt ab und bot den Reisenden interessante Einblicke. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen unter anderem auch in die kommenden Hertensteiner Gespräche ein, welche im November in Heilbronn stattfinden werden.

Die Heilbronner Föderalisten werden ihre Informationsfahrten auch zukünftig dazu nutzen, um sich vor Ort von ausgewiesenen Fachleuten, wie z.B. dem Europarichter Herrn François Biltgen, in die aktuellen Geschehnisse und Herausforderungen einweisen zu lassen. 

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